Aracaria - Biodynamic Farm - Mullumbimby
Johann Wolfgang von Goethe - METAPHORPHOSOS OF PLANTS - 10

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We have already noticed a similar operation of Nature in the cotyledons, where several leaves-nay more, obviously several nodes are gathered close to one another round a single point. The pine species in their development from th seed show a rayed circle of umnistakable needles which, comparison with other cotyledons, are highly developed. Whe this plant is still quite young we can already see an indication, as it were, of that force of Nature which at a more advanced age will produce the blossom and fruit.
Wir haben schon oben bei den Kotyledonen eine ähnliche Wirkung der Natur bemerkt, und mehrere Blätter, ja offenbar mehrere Knoten, um einen Punkt versammelt und nebeneinander gerückt gesehen. Es zeigen die Fichtenarten, indem sie sich aus dem Samenkorn entwickeln, einen Strahlenkranz von unverkennbaren Nadeln, welche, gegen die Gewohnheit anderer Kotyledonen, schon sehr ausgebildet sind; und wir sehen in der ersten Kindheit dieser Pflanze schon diejenige Kraft der Natur gleichsam angedeutet, wodurch in ihrem höheren Alter der Blüten- und Fruchtstand gewirkt werden soll.
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Furthermore, in many flowers we see unaltered sternleaves collected together so as to form a kind of calyx just below the flower. As their form is still quite unchanged we can recognise that they are leaves by their appearance, and indeed in the botanical terminology they are called "flower leaves"- folia floralia.
Ferner sehen wir bei mehreren Blumen unveränderte Stengelblätter gleich unter der Krone zu einer Art von Kelch zusammengerückt. Da sie ihre Gestalt noch vollkommen an sich tragen, so dürfen wir uns hier nur auf den Augenschein und auf die botanische Terminologie berufen, welche sie mit dem Namen Blütenblätter, Folia floralia, bezeichnet hat.
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With great attention we must watch the procedure in the case already mentioned when the transition to the flowering period takes place slowly; the stem-leaves gradually draw together, become modified and pass almost unawares into calyx-leaves. This may readily be seen in the compositae, especially in sunflowers and marigolds.
Mit mehrerer Aufmerksamkeit haben wir den oben schon angeführten Fall zu beobachten, wo der Übergang zum Blütenstande langsam vorgeht, die Stengelblätter nach und nach sich zusammenziehen, sich verändern, und sich sachte in den Kelch gleichsam einschleichen; wie man solches bei Kelchen der Strahlenblumen, besonders der Sonnenblumen, der Kalendeln, gar leicht beobachten kann.
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This force of Nature which collects a number of leaves around a single axis can bring about a still more intimate. union, making the clustered and modified leaves more than ever difficult to recognise. The calyx-leaves or sepals are then Joined together-either entirely so, or only partly grown together at the edges. These leaves, crowded and closely pressed to-'one another, touch most intimately while in their tender state. They become anastomosed under the influence of the fery-pure juices now present in the plant, and form the bellshaped or so-called one leaved calyces revealing their composite origin by the way in which they are more or less incised or divided. We shall learn this if we compare a number of deeply incised single calyces with many-leaved ones and especially if we observe the calyces or involucres of some compositze. Thus, for example, we shall see that the calyx of a marigold, which defined in systematic descriptions as "simple and much- divided," consists of several leaves grown into and over one another, into which, as we have already said, the contracted stem-leaves imperceptibly pass over.
Diese Kraft der Natur, welche mehrere Blätter um eine Achse versammelt, sehen wir eine noch innigere Verbindung bewirken und sogar diese zusammengebrachten modifizierten Blätter noch unkenntlicher machen, indem sie solche untereinander manchmal ganz, oft aber nur zum Teil verbindet und an ihren Seiten zusammengewachsen hervorbringt. Die so nahe aneinander gerückten und gedrängten Blätter berühren sich auf das genauste in ihrem zarten Zustande, anastomosieren sich durch die Einwirkung der höchst reinen, in der Pflanze nunmehr gegenwärtigen Säfte, und stellen uns die glockenförmigen oder sogenannten einblätterigen Kelche dar, welche mehr oder weniger von oben herein eingeschnitten, oder geteilt, uns ihren zusammengesetzten Ursprung deutlich zeigen. Wir können uns durch den Augenschein hiervon belehren, wenn wir eine Anzahl tief eingeschnittener Kelche gegen mehrblätterige halten; besonders wenn wir die Kelche mancher Strahlenblumen genau betrachten. So werden wir zum Exempel sehen, daß ein Kelch der Kalendel, welcher in der systematischen Beschreibung als einfach und vielgeteilt aufgeführt wird, aus mehreren zusammen- und übereinander gewachsenen Blättern bestehe, zu welchen sich, wie schon oben gesagt, zusammengezogene Stammblätter gleichsam hinzuschleichen.

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