Aracaria - Biodynamic Farm - Mullumbimby
Johann Wolfgang von Goethe - METAMORPHOSIS OF PLANTS - 15

CHAPTER V11 - NECTARIES
Nektarien
51
Quick as the transition is in some plants from the corolla to the stamens, we perceive that Nature is not able to complete it in one step, but produces intermediate organs which resemble in form and effect sometimes one part of the plant and sometimes another. Although they vary greatly in form these organs may mostly be united under one heading: they are slow transitions from the petals to the stamens.
So schnell der Übergang bei manchen Pflanzen von Krone zu den Staubwerkzeugen ist, So bemerken wir daß die Natur nicht immer diesen Weg mit einem Schritt zurücklegen kann. Sie bringt vielmehr Zwischenwerkzeuge hervor, welche an Gestalt und Bestimmung sich bald dem einen, bald dem andern Teile nähern, und obgleich ihre Bildung höchst verschieden ist, sich dennoch meist unter einen Begriff vereinigen lassen: daß es langsame Übergänge von den Kronenblättern zu den Staubgefäßen seien.
52
In effect, most of those variedly formed organs, which Linnaeus called nectaries, may be thus defined, and here again we have occasion to admire the keen power of penetration of this extraordinary man, who, without coming to a perfectly clear understanding of the function of these parts, trusted to his intuitive feeling and ventured to give a single name to such seemingly different organs.
Die meisten jener verschieden gebildeten Organe, welche Linné mit dem Namen Nektarien bezeichnet, lassen sich unter diesem Begriff vereinigen; und wir finden auch hier Gelegenheit, den großen Scharfsinn des außerordentlichen Mannes zu bewundern, der, ohne sich die Bestimmung dieser Teile ganz deutlich zu machen, sich auf eine Ahnung verließ, und sehr verschieden scheinende Organe mit einem Namen zu belegen wagte.
53
Various petals show us their relationship to stamens; without noticeably changing their form they have little cavities or glands which secrete a kind of honey-juice. That this juice is a yet unclaborated and not yet fully differentiated fertilizing fluid we can to some extent surmise from the above considerations, and we shall be supported in this by further reasons which will be brought forward later on.
Es zeigen uns verschiedene Kronenblätter schon ihre Verwandtschaft mit den Staubgefäßen dadurch, daß sie, ohne ihre Gestalt merklich zu verändern, Grübchen oder Glandeln an sich tragen, welche einen honigartigen Saft abscheiden. Daß dieser eine noch unausgearbeitete, nicht völlig determinierte Befruchtungsfeuchtigkeit sei, können wir in den schon oben angeführten Rücksichten einigermaßen vermuten, und diese Vermutung wird durch Gründe, welche wir unten anführen werden, noch einen höhern Grad von Wahrscheinlichkeit erreichen.
 

Goethe's Pages
HOME
1
- 2
3 - 4
5 - 6
7 - 8
9 - 10
11 - 12
13 - 14
15 - 16
17 - 18
19 - 20
21 - 22
23 - 24
25 - 26
27 - 28
29 - 30
31 - 32
33 - 34
35 - 36