Aracaria - Biodynamic Farm - Mullumbimby
Johann Wolfgang von Goethe - METAMORPHOSIS OF PLANTS - 22

CHAPTER X - THE FRUITS
Von den Früchten
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It is now the fruit which we have to observe, and we shall soon be convinced that this too originates in the same way as the previous parts and is subject to the same laws. We speak here really of those vessels or capsules formed by Nature to enclose the so-called covered seeds, or rather to develop through fructification within these vessels a greater or lesser number of seeds. It will be easy to show that these vessels may likewise be explained according to the nature and organisation of those parts of the plant we have already considered.
Wir werden nunmehr die Früchte zu beobachten haben, und uns bald überzeugen, daß dieselben gleichen Ursprungs und gleichen Gesetzen unterworfen seien. Wir reden hier eigentlich von solchen Gehäusen, welche die Natur bildet, um die sogenannten bedeckten Samen einzuschließen, oder vielmehr aus dem Innersten dieser Gehäuse durch die Begattung eine größere oder geringere Anzahl Samen zu entwickeln. Daß diese Behältnisse gleichfalls aus der Natur und Organisation der bisher betrachteten Teile zu erklären seien, wird sich mit wenigem zeigen lassen.
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It is once more the retrogressive metamorphosis which brings to our notice this law of Nature. We may often observe in pinks, for example-which just because of this irregularity are such well-known and favourite flowers-that the seed capsules transform again into leaves like those of the calyx, and that in just the same proportion the styles become shorter. Indeed, it even happens sometimes that the fruit capsule of a pink transforms into a real and perfect calyx, the divisions of which still have tender remnants of styles and stigmas attached to them, while from the very centre of this second calyx a more or less perfect corolla develops instead of seeds.
Die rückschreitende Metamorphose macht uns hier abermals auf dieses Naturgesetz aufmerksam. So läßt sich zum Beispiel an den Nelken, diesen eben wegen ihrer Ausartung so bekannten und beliebten Blumen, oft bemerken, daß die Samenkapseln sich wieder in kelchähnliche Blätter verändern, und daß in eben diesem Maße die aufgesetzten Griffel an Länge abnehmen; ja es finden sich Nelken, an denen sich das Fruchtbehältnis in einen wirklichen vollkommenen Kelch verwandelt hat, indes die Einschnitte desselben an der Spitze noch zarte Überbleibsel der Griffel und Narben tragen, und sich aus dem Innersten dieses zweiten Kelches wieder eine mehr oder weniger vollständige Blätterkrone statt der Samen entwickelt.

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Furthermore even in normal and constant formations Nature reveals in manifold wavs the fruitfulness that lies hidden in the leaf. Thus a leaf of the lime-a somewhat changed leaf, it is true, but none the less quite recognisably a leaf-produces from its middle vein a little stalk and on it a perfect blossom and fruit. In Ruscus this manner in which som and fruit rest on the leaf is still more remarkable.
Ferner hat uns die Natur selbst durch regelmäßige und beständige Bildungen auf eine sehr mannigfaltige Weise die Fruchtbarkeit geoffenbart, welche in einem Blatt verborgen liegt. So bringt ein zwar verändertes, doch noch völlig kenntliches Blatt der Linde aus seiner Mittelrippe ein Stielchen und an demselben eine vollkommene Blüte und Frucht hervor. Bei dem Ruscus ist die Art, wie Blüten und Früchte auf den Blättern aufsitzen, noch merkwürdiger.
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Still greater - we may even say monstrous - is this inherent fruitfulness of the leaf as shown to us in ferns. Through an inner impulse, and perhaps even without the direct operation of two sexes, they develop and scatter around innumerable seeds, or tiny germs, capable of growth, so that a single frond rivals a wide-spreading plant in fruitfulness, or even a large branching tree.
Noch stärker und gleichsam ungeheuer wird uns die unmittelbare Fruchtbarkeit der Stengelblätter in den Farrenkräutern vor Augen gelegt, welche durch einen innern Trieb, und vielleicht gar ohne bestimmte Wirkung zweier Geschlechter, unzählige, des Wachstums fähige Samen oder vielmehr Keime entwickeln und umherstreuen, wo also ein Blatt an Fruchtbarkeit mit einer ausgebreiteten Pflanze, mit einem großen und ästereichen Baume wetteifert.

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